#Voices4Justice: Kundgebung in Bern für entführte christliche Frauen und Mädchen in Nigeria
Bern, 19. Juni 2026
Rund 20 Personen versammelten sich vor der nigerianischen Botschaft in Bern im Rahmen der internationalen Kampagne #Voices4Justice. Die friedliche Kundgebung, die anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten stattfand, wollte auf das Schicksal christlicher Frauen und Mädchen aufmerksam machen, die in Konfliktregionen Nigerias entführt wurden.
Leah Sharibu – ein Symbol für verfolgte Christinnen
Die Teilnehmenden erinnerten daran, dass zahlreiche Christinnen in Nigeria noch heute aufgrund ihres Glaubens Entführungen, Gefangenschaft und Verfolgung ausgesetzt sind. Mehrere Personen beteiligten sich an einer Zeit des Gebets und der Sensibilisierung, um ihre Solidarität mit den Betroffenen und ihren Familien auszudrücken. Ein Teilnehmer sagte: «Seit 8 Jahren bete ich regelmässig für Leah. Mich lässt ihr Schicksal nicht los.»
Im Mittelpunkt der Kundgebung stand auch die Geschichte von Leah Sharibu. Sie wurde 2018 im Alter von 14 Jahren zusammen mit über hundert weiteren Schülerinnen im Bundesstaat Yobe im Nordosten Nigerias entführt und nie freigelassen. Berichten zufolge weigerte sie sich, ihrem christlichen Glauben abzuschwören. Acht Jahre nach ihrer Entführung bleibt sie die einzige Gefangene, die nach diesem Angriff noch immer festgehalten wird.
Die Teilnehmenden betonten, dass Leah stellvertretend für viele weitere christliche Frauen und Mädchen steht, die in Nigeria Verfolgung erleben. Einige wurden freigelassen, viele gelten jedoch weiterhin als vermisst oder befinden sich noch immer in Gefangenschaft.
Aufruf zu Schutz und Unterstützung
Mit dieser symbolischen Aktion riefen die Organisatoren zu mehr Aufmerksamkeit, Schutz und Unterstützung für Opfer religiöser Verfolgung in Nigeria auf. Zudem forderten sie die Freilassung von Leah Sharibu sowie aller weiteren Frauen und Mädchen, die noch immer gefangen gehalten werden.
Rund 1000 Menschen protestieren gegen massive und zunehmende Christenverfolgung
Es war kein alltägliches Bild: Statt Wasserspiel oder Marktständen dominierten unzählige Holzkreuze die Szenerie vor dem Bundeshaus in Bern. Vor den Toren der Schweizer Politik erinnerten ein symbolisiertes Massengrab und rund 1000 Teilnehmende der Kundgebung «Verfolgung.jetzt» an die weltweit zunehmende Verfolgung aus religiösen Gründen, insbesondere von Angehörigen des Christentums. Die Voten zweier Opfer von Verfolgung und eines Politikers machten betroffen, motivierten aber auch zum Einsatz gegen diese wenig beachtete Menschenrechtsverletzung.
Mehr lesen in der Medienmitteilung:
Trailer Verfolgung.jetzt
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